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Schüsse in Dortmunder Nordstadt: Polizist verurteilt

Nach den Schüssen auf ein Auto in der Dortmunder Nordstadt ist jetzt ein Urteil gefallen: Ein Polizist wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.


Veröffentlicht: Dienstag, 17.03.2026 13:27

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Routinekontrolle in Dortmund eskaliert

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Nach den Schüssen auf einen 17-jährigen Autofahrer ohne Führerschein hat das Dortmunder Landgericht im Prozess gegen einen Dortmunder Polizisten wegen versuchten Totschlags nun ein Urteil gesprochen. Der 17-Jährige hatte sich gemeinsam mit einem Freund ein Auto ausgeliehen und war mit laut aufheulendem Motor durch die Dortmunder Nordstadt gefahren. Anwohner fühlten sich gestört und alarmierten die Polizei. Was als Routineeinsatz begann, entwickelte sich wenig später zu einer gefährlichen Situation. Die Beamten entdeckten den Wagen und wollten ihn kontrollieren. An einer Kreuzung blockierten sie das Fahrzeug. Ein Polizist stieg aus, um den Fahrer zu überprüfen. Doch der Jugendliche reagierte unerwartet: Er setzte zunächst zurück und rollte dann wieder leicht nach vorne – direkt auf den Beamten zu. Anschließend versuchte der 17-Jährige, mit aufheulendem Motor um den Polizisten und den Streifenwagen herumzufahren. Für den Beamten stellte sich die Situation offenbar so dar, als würde der Wagen gezielt auf ihn zurasen. Er zog seine Waffe und schoss auf das Auto. Eine Kugel durchschlug die Windschutzscheibe. Der Jugendliche blieb körperlich unverletzt, erlitt jedoch einen Schock.

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Landgericht Dortmund sieht keine Notwehr

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Trotz der Schüsse setzte der Fahrer seine Fahrt fort. Der Polizist gab daraufhin noch mindestens zwei weitere Schüsse ab. Vor Gericht wurde nun geklärt: Diese weiteren Schüsse waren nicht mehr durch Notwehr gedeckt. Das Dortmunder Landgericht verurteilte den Beamten deshalb zu elf Monaten Haft auf Bewährung.


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