
TU Dortmund will Exzellenz-Universität werden
Zusammen mit der Ruhr-Universität Bochum will die TU Dortmund als "Ruhr Innovation Lab" Exzellenzuniversität werden. In den nächsten Tagen prüft eine Jury, ob die Dortmunder Uni die Voraussetzungen erfüllt.
Veröffentlicht: Montag, 11.05.2026 14:22
Jury überprüft fachliche Leistung und andere Gegebenheiten an der Universität in Dortmund
Die TU Dortmund will zu den deutschen Top-Hochschulen gehören. Deswegen hat sie sich zusammen mit der Ruhr-Uni Bochum um die Bundesförderung als sogenannte Exzellenz-Hochschule beworben. Schon im letzten Jahr haben sie dafür den ersten Schritt geschafft und wurden in die Spitzenförderung des Bundes aufgenommen. Jetzt wird es ernst: In den nächsten Tagen kommen über 20 Juroren an die TU Dortmund und nach Bochum. Für den Titel "Exzellenz-Uni" zählt nicht nur die fachliche Leistung. Die Unis müssen auch nachweisen, dass sie bei Themen wie Diversität und Chancengleichheit mithalten können. Am 2. Oktober teilt der Wissenschaftsrat der Bundesregierung dann seine Entscheidung mit. Bisher gibt es zehn deutsche Exzellenz-Hochschulen, aus NRW kommen zwei, nämlich Aachen und Bonn.
Exzellenz-Cluster in Dortmund und Bochum sichern Bewerbung für Exzellenzuniversität
Universitäten und Verbünde, die genug Exzellenzcluster haben, können sich um den Titel „Exzellenzuniversität“ bzw. „Exzellenzverbund“ bewerben. Im vergangenen Jahr hat die Universitätsallianz Ruhr, zu der die TU Dortmund, die Ruhr-Universität Bochum und die Uni Duisburg-Essen gehören, bereits drei Exzellenzcluster zugesprochen bekommen. Mit der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder werden herausragende Forschungsprojekte mit jeweils mehreren Millionen Euro jährlich gefördert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Exzellenzcluster „RESOLV“ auf dem Gebiet der Lösungsmittelchemie, „CASA“ zur Cybersicherheit und „Color Meets Flavor“ in der Teilchenphysik für die nächsten sieben Jahre. An RESOLV und Color Meets Flavor ist die TU Dortmund beteiligt.
Das sind die Titelverteidiger und Konkurrenten der TU Dortmund
Als „Ruhr Innovation Lab“ wollen Bochum und Dortmund gemeinsam die hochschulübergreifende Spitzenforschung fördern und den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft stärken, schreibt die TU auf ihrer Website. Am 12. November 2025 haben die beiden Unis ihre Bewerbung abgegeben. Wegen der vergebenen Exzellenz-Cluster war keine Bewerbung zu dritt mit der Universität Duisburg-Essen möglich. Neben den zehn deutschen Unis, die den Titel bereits haben, bewerben sich elf neue Kandidaten. Zu den bisherigen Exzellenzuniversitäten gehören:
- RWTH Aachen
- Berlin University Alliance (Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin)
- Universität Bonn
- TU Dresden
- Universität Hamburg
- Universität Heidelberg
- KIT in Karlsruhe
- LMU München
- TMU in München
- Universität Tübingen
Neu beworben haben sich sieben Einzeluniversitäten und vier Verbünde aus zwei bzw. drei Universitäten:
- Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
- Leibniz Universität Hannover
- Medizinische Hochschule Hannover
- Friedrich-Schiller-Universität Jena
- Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
- Universität zu Köln
- Julius-Maximilians-Universität Würzburg
- Ruhr-Universität Bochum und Technische Universität Dortmund (Ruhr Innovation Lab)
- Universität Bremen und Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Northwest Alliance)
- Justus-Liebig-Universität Gießen und Philipps-Universität Marburg
- Technische Universität Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt am Main und Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Rhein-Main-Universitäten, RMU)
Enger Wettbewerb um Titel als Exzellenzuniversität
Der Wissenschaftsrat der Bundesregierung fördert die ausgewählten Exzellenzuniversitäten ab dem 1. Januar 2027 bis 2033. Der Rat wählt dafür maximal fünfzehn Exzellenzuniversitäten bzw. Exzellenzverbünde aus. In der aktuellen Förderrunde vergibt die Exzellenzkommission bis zu fünf Plätze an neue Bewerber. Gefragt sei eine Gesamtstrategie, die die Positionierung im internationalen Forschungsumfeld verbessere. Dafür sollten vor allem effektive Managementstrukturen aufgebaut werden, die eine Erneuerungsfähigkeit sicherstellten, heißt es von der TU Dortmund.