
Verletzte bei Krawallen nach Topspiel in Dortmund
Beim Bundesliga-Topspiel in Dortmund liefern sich Münchner Fans und die Polizei eine Auseinandersetzung. Pfefferspray und Schlagstöcke kommen zum Einsatz.
Veröffentlicht: Montag, 02.03.2026 05:28
Bayern-Fans kritisieren Einsatz der Polizei Dortmund
Nach dem Bundesligaspiel von Borussia Dortmund gegen die Bayern erhebt die Münchner Fanszene schwere Vorwürfe gegen die Polizei Dortmund. Nach Auseinandersetzungen am Einlass soll es zu willkürlichen Einsätzen von Schlagstöcken und Reizgas auch gegen unbeteiligte Bayern-Fans gekommen sein, schreibt die Südkurve München bei Instagram. Demnach wurden mehrere Personen verletzt, einige mussten mit Knochenbrüchen und Gesichtsverletzungen ins Krankenhaus.
Polizei Dortmund setzt Pfefferspray und Schlagstöcke ein
Die Bayern-Fans sprechen von unverhältnismäßiger Gewalt, viele hätte das Spiel boykottiert oder die Unterstützung eingestellt. Die BVB-Fans auf der Südtribüne hatten sich daraufhin mit einem Spruchband solidarisch gezeigt. Die Polizei Dortmund bestätigt den Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock nach tätlichen Angriffen auf Polizisten. Teilweise seien die Beamten mit Gegenständen beworfen worde. Außerdem sollen Teile der Gästefans versucht haben, die Einlasskontrolle zu durchbrechen. Dabei sei es zu einem körperlichen Angriff gegen mehrere BVB-Ordner gekommen.
Verletzte auch durch Pyrotechnik in Dortmund
Die Polizei Dortmund hat gegen 29 Bayern-Fans ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch eingeleitet. Außerdem wurden Strafanzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung und Angriffe auf Beamte sowie Urkundenfälschung gestellt. Die Polizei spricht von fünf leichtverletzten Polizisten. Zu Beginn des Spiels wurden auf der Südtribüne zahlreiche pyrotechnische Gegenstände gezündet, wodurch mindestens vier Personen verletzt wurden. Die Polizei leitete entsprechende Strafverfahren ein. Die Abreise sei dann ohne Probleme verlaufen.
Polizei Dortmund nimmt Stellung
Nach schweren Vorwürfen der Münchener Fanszene gegen die Dortmunder Polizei, bezieht diese nun Stellung und weist die Vorwürfe zurück. Die Schuldzuweisung wirke mehr als befremdlich, heißt es von Polizeipräsident Achim Stankowitz. Videodateien würden ein arbeitsteiliges und geplantes Vorgehen gegen Störer bezeugen, die ohne Einlasskontrolle ins Stadion rein wollten. Selbstverständlich ziehen strafbare Handlungen auch Maßnahmen der Polizei nach sich, so Stankowitz. Der Großteil der Fans habe es geschafft, friedlich das Bundesligaspiel zu besuchen. Der kleine Teil, der es nicht geschafft hat, beschwere sich jetzt und zeige einen Mangel an Selbstreflexion.